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Verrückt: Mitgliederwerbung auf dem Tennisolymp... Gorxheimertal. Wer hat sie nicht schon einmal gesehen oder von ihnen gehört - die Rede ist von den „Racketrebels“. Gemeint sind nicht die neuen Schlägermodelle eines bekannten Sportartikelherstellers, sondern das Doppelpaar Gernot Oberle und Steffen Kohl aus dem Gorxheimertal. Beide sorgten mit ihrem originellen Auftreten anlässlich des traditionellen Ortspokals des TC Gorxheimertal für gehöriges Aufsehen.
Das Turnier des kleinen Vereins in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze zu Baden-Württemberg richtet sich ausschließlich an Hobbyspieler, die nicht an der Punktspielrunde teilnehmen sowie an alle Mitglieder der anderen ortansässigen Vereine. „Somit halten wir den Kontakt zu allen Vereinen im Ort und haben einen tolle Gelegenheit uns zu präsentieren“, so Organisator Frank Neureuther. In diesem Jahr nahmen 16 Paarungen der unterschiedlichsten Vereine an dem auf zwei Tage ausgelegten Turniers teil. Dass nichts alles haarklein nach den Tennisregeln der ITF und der Turnierordnung des DTB gespielt wird, zeigt schon die Meldeliste. Jedes Duo meldet sich mit einem eigenen Teamnamen an. Die „Deuce Brothers“, „Der „Nagel und sein Tankwart“ oder „Die 8 Asse“ waren nur einige der sehr originellen Teamnamen die auf den Tableaus auftauchten.

Alle Teams kamen wie es sich für eingeschworene Mannschaften gehört in individuelle gestalteter Spielkleidung zum Meldekopf um dann getreu dem Motto „Panem et circenses“ an den Spielen teilzunehmen. Da sich die Clubanlage des TC Gorxheimertal hoch über dem Ortskern befindet, kamen sich die Spieler vor wie auf dem Tennis-Olymp. Doch nun zurück zu den Racketrebels. Beide Spieler hatten bereits im vergangenen Jahr am Turnier mit weniger Erfolg teilgenommen und stellten fest, wie gut sich einen spezielle Vorbereitung auf das spätere Turnierergebnis auswirkt. Also nahmen beide im Vorfeld Kontakt zu regional bekannten Spielern auf und starteten die Trainingsvorbereitung mit intensiven Technik- und Taktiktraining die sich über mehrere Wochen hinzog. „Ich wusste gar nicht was man alles beim Doppelspielen falsch machen kann“, war nur eine Reaktion der beiden auf die schweißtreibenden Vorbereitungen, die von einem Sportwissenschaftler akribisch überwacht und analysiert wurden. Um auch während des Turniers den Körper zu pflegen ließen sich die beiden vom „Projekt Gold“ der Handball-Weltmeistermannschaft von 2007 inspirieren und somit wurde das Ziel „Sieger Ortspokal“ um ein weiteres professionelles Element ergänzt. Eine „Relax-Zone“ musste her. Kurzerhand wurde ein Wohnmobil fachgerecht eingerichtet und von einem professionellen Car-Stylisten mit entsprechenden Logos und Schriftzügen versehen. Bereits zwei Tage vor Turnierbeginn wurde das Service-Mobil der Racketrebels über die schmale Bergstraße zum Schauplatz des Tennisspektakels gefahren, Strom- und Wasseranschlüsse gelegt und die „Waffen“ mit einer elektronischen Bespannungsmaschine getunt. Um die Turnieratmosphäre frühzeitig zu schnuppern richteten sich die beiden Racketrebels wohnlich ein und übernachteten während des Turniers in ihrem Service-Mobil. Die Teilnehmer und die Besucher des Ortspokals staunten nicht schlecht beim Anblick des Serivce-Mobils mit all seinen Annehmlichkeiten mit Satteliten-TV, Internetanschluss und PC Anlagen um gleich vor Ort die aktuellen Matches per Video zu analysieren. „Es fehlt nur noch die Massagebank, aber die kommt im nächsten Jahr“. Der Turniermodus sieht vor, dass in Gruppen zu je acht Teams jeder gegen jeden auf Zeit gespielt wird. Am Ende des ersten Turniertages standen sämtliche Vorrundenergebnisse fest. Am nächsten Morgen ging es dann in die entscheidende zweite Runde. Die vier Erstplatzierten jeder Gruppen spielten in der Hauptrunde nach Ko-System um die Plätze eins bis acht. Um keine Paarung auszuschließen spielten die restlichen Mannschaften parallel die Plätze neun bis 16 aus. „Tennis lebt im Tal“ so lautete die Überschrift zu einem Artikel über die Jahreshauptversammlung 2010. Der Ortspokal zeigt wie wichtig es in der heutigen Zeit ist sich als Verein zu öffnen und neue Wege zu gehen. Die Zeiten in den die Neumitglieder Schlange standen sind vorbei. Heute muss sich Tennis durch vielfältige Aktivitäten mit all seinen Facetten präsentieren um neue Mitglieder zu gewinnen. Der Ortspokal ist ein gelungenes Beispiel dafür wie der Tennisclub auf andere Vereine und deren Mitglieder zugeht um aktive Mitgliederwerbung zu betreiben. „Wir nutzen dieses Turnier ganz speziell dafür uns als Verein zu präsentieren und gewinnen dadurch jedes Jahr Neumitglieder“, so Sportwart Stefan Bender. Am Ende des Turniers anlässlich der Siegerehrung wurde den Siegern der begehrte Wanderpokal überreicht. Direkt nach Spielende waren sich die Teilnehmer darüber einig im kommenden Jahr wieder den Tennisolymp im Gorxheimertal zu erklimmen. Sicherlich werden die „Racketrebels“ ebenfalls wieder mit dabei sein und noch ein wenig an ihrer Vorbereitung feilen. Denn der sechste Platz entsprach nicht unbedingt ihren Vorstellungen. Die Besucher dürfen gespannt sein um welche Annehmlichkeiten das Service-Mobil im kommenden Jahr weiter entwickelt wird.
04.08.2010 - 15:42 Uhr |
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"My toughest opponent" - Kampf gegen den Krebs... Waltrop-Elmenhorst. In der Spezialsendung „Martina: My Thoughest Opponent“ begleitet CNN International Martina Navratilova durch die Zeit ihrer Krebserkrankung und Therapie. CNNs medizinischer Chefkorrespondent Dr. Sanjay Gupta führt durch die 30-minütige Sendung am Samstag, 7. August, um 18.30 Uhr, die einen intimen Einblick in das Leben der 53jährige Athletin und ihren Umgang mit der Krankheit gibt.
„Es ist sehr selten, Zugang zu einer solch außergewöhnlichen Persönlichkeit wie Martina zu bekommen“, so Katherine Green, Senior Vice President CNN International. „Diese Sendung ist sehr aufrichtig. Sie zeigt, wie Martina es nicht zulässt, dass der Krebs sie über die Seitenlinie drängt. Es ist eine inspiriende Geschichte.“ Nach einer brusterhaltenden Operation im März unterzog sich die tschechische Tennisspielerin in einem Zeitraum von sechs Wochen mehr als zwei Dutzend Bestrahlungen. Die Therapie endete nur wenige Tage vor ihrem Wimbledon-Sieg. CNN hält die Momente dieser Zeit fest: die Bestrahlungen in Paris, der Besuch der French Open und ihr Wimbledon-Match, bei dem sie im Doppel mit Jana Novotna siegte und als Kommentatorin für den Tennis-Kanal arbeitet. Auf die Frage, was ihr die Kraft gibt, die Krankheit zu überstehen, sagt sie: „Ich glaube jeder, der das kommunistische System überlebt, ist wirklich tough. Und obendrauf noch homosexuell zu sein, macht es auch nicht immer leichter. Es heißt, was dich nicht umbringt, macht dich stärker, also bin ich wohl ziemlich stark.“
04.08.2010 - 12:58 Uhr |
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Tennisverrückt: LAZY LIONS suchen neue Kontakte... Nachod/CZE. Sie nennen sich LAZY LIONS und suchen Tenniskontakte in Deutschland. Die Tennistruppe um Petr Vobornik aus dem tschechischen Nachod spielt Tennis zwar nicht professionell aber mit unglaublich viel Leidenschaft - und sie reist gerne. Im vergangenen Jahr ging es nach Irland, nun soll es nach Deutschland gehen. "Wir sind eine Truppe von acht Spielern, alle jenseits der 44 Jahre und streben einen sportlichen und gesellschaftlichen Austausch mit Tennisfreunden in Deutschland an", so Vobornik. Selbstverständlich soll nach dem Gastspiel der Tschechen auch ein 'Rückspiel' in Nachod stattfinden. Wer Interesse an einem solchen Austausch und internationalen Kontakten hat, der kann sich an Petr Vobornik richten, Adresse: Jungamannova 1169, 54701 Nachod/CZ. E-Mail: vobas@centrum.cz.
Linktipp - Hier geht es direkt zu den LAZY LIONS...
25.07.2010 - 08:52 Uhr |
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Vier von zehn Rasenplätzen werden neu angelegt... HalleWestfalen. Die Tennis-Rasenplätze rund um das GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen werden während des ATP-Tennisturniers GERRY WEBER OPEN arg in Mitleidenschaft gezogen. Am Ende des zehntägigen Turniers ist dies dem Rasen auch anzusehen und für die Greenkeeper gibt es manuell Einiges zu tun. Insgesamt zehn Tenniscourts gilt es ganzjährig zu kultivieren, wobei bekanntermaßen die Centre Court-Fläche nach dem Turnier wieder aus der Tennisarena herausgebracht wird. Die liegt dann sozusagen im Freien und kann sich von Federers oder Hewitts Laufwegen „erholen“. „Vor ein paar Jahren haben wir bereits den Centre Court neu anlegen müssen“, so Turnierdirektor Ralf Weber (46), „denn im Stadion herrschen andere Luftverhältnisse vor, als im Freien. Auf Grund des Daches und der vor knapp vier Jahren gebauten Cateringebene herrscht innerhalb des Stadions kaum noch eine Luftzirkulation vor. Deshalb haben wir ja auch die Rasenbelüftung entwickelt, um die Rasenfläche im Gerry Weber Stadion während der Turniertage in einem optimalen spielfähigen Zustand zu präsentieren.“ Die Haller Rasenbelüftung war im Übrigen auch ein Thema während des Besuchs am 10. Juni von Philip Brook, dem Vizepräsident des All England Lawn Tennis Clubs von Wimbledon, bei den GERRY WEBER OPEN. Seit im Londoner Vorort an der Church Road der Centre Court ebenfalls mit einem Dach versehen ist, stellen sich auch dort andere Gegebenheiten für den Rasen ein. „Bei meinem Besuch in der vergangenen Woche bin ich nochmals darauf angesprochen worden“, so Weber, „und ich habe ihnen natürlich unsere Kooperationsbereitschaft zugesagt.“

Während der Centre Court-Rasen gegenwärtig kein Thema ist, sind die übrigen Tenniscourts zwei bis fünf inzwischen derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass gegenwärtig im Schatten des GERRY WEBER Stadions diese vier Plätze erneuert werden. Dies bezieht sich aber nicht nur auf die Rasenfläche, auch die Ebenheit der Plätze als solches ist nicht mehr gegeben. „18 Jahre haben im wahrsten Sinne des Wortes seitens der Tennisprofis Spuren hinterlassen“, meint Ralf Weber, der rund 100.000 Euro in die vier neuen Rasentennisplätze investiert. Derzeit sind die Greenkeeper dabei, die Rasendecke mittels einer Schälmaschine in einer Dicke von drei Zentimetern vom Untergrund abzutrennen. Die so rasenfrei gelegte Tennisfläche wird anschließend mittels eines Lasergerätes nivelliert und auf dieser ebenen Fläche erfolgt das Auftragen des Bodens. Rund 60 Tonnen dieses >Surrey Loams<, eine natürliche Mischung aus Lehm und Sand für Tennisrasenplätze, wird auf die vier Plätze aufgebracht und anschließend erfolgt das Einsäen des neuen künftigen Rasens. Geliefert hat das Saatgut das in Betzdorf beheimatete und weltweit agierende Unternehmen Eurogreen. „Die Mischung gleicht der in Wimbledon“, so Ralf Weber, „so dass wir im kommenden Jahr tatsächlich echten Wimbledonrasen bei uns liegen haben. Und das ist mir wichtig, denn nur so können wir im kommenden Jahr tatsächlich von gleichen Gegebenheiten sprechen.“
08.07.2010 - 18:25 Uhr |
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Lleyton Hewitt entthront Roger Federer... HalleWestfalen. Sensation bei den 18. GERRY WEBER OPEN 2010 in HalleWestfalen: Lleyton Hewitt hat gleich bei seiner ersten Teilnahme den Titel geholt. Im Endspiel bezwang er den großen Favoriten Roger Federer mit 3:6, 7:6(4), 6:4. Es war Federers erste Niederlage im ostwestfälischen nach 29 Siegen in Folge. „Ich hatte heute etwas mehr Glück“, sagte der 29-jährige Australier und tatsächlich spielte Fortuna eine große Rolle. Nicht zuletzt beim Matchball, der von der Netzkante unerreichbar für Federer ins Feld sprang. Doch Glück allein war's nicht, was Hewitt zum 28. Turniersieg seiner Karriere führte. „Er hat wunderbar gespielt und verdient gewonnen“, lobte der fünffache GERRY WEBER OPEN-Sieger Roger Federer den Gegner. 15 Mal in Folge hatte der Schweizer gegen Hewitt die Oberhand behalten. Auch deshalb erwartete der GERRY WEBER OPEN-Debütant „einen harten Kampf“.

Der war es auch, doch diesmal mit einem anderen Sieger. Der Wimbledon-Champion von 2002 zeigte das, was ihn einst an die Spitze der Weltrangliste geführt hatte. Er spielte fast fehlerfrei von der Grundlinie, ging jedes Tempo mit, schlug präzise auf und kämpfte um jeden Ball. Weil Federer sein druckvolles Spiel nicht konsequent durchzog und sich oft in der Defensive befand, hatte er mehr und mehr Mühe, ein Rezept gegen den schnellen Mann aus Adelaide zu finden. Aufschlag und Vorhand verließen ihn in wichtigen Momenten. „Dann wird es schwer gegen ihn, vor allem in den Phasen, wo er alles zurück bringt“, analysierte der Unterlegene. Hewitt betonte, dass er sich von der Niederlagenserie zuvor nicht habe beeindrucken lassen: „Du hast immer eine Chance, das ist ja das tolle im Sport. Roger hat auch nur zwei Arme und zwei Beine.“ Am Anfang war jedoch die Netzkante noch auf der Seite des Hausherren. Das Break zum 4:2 im ersten Satz gelang Federer per Netzroller. Im zweiten Satz lief es umgekehrt: Bei 4:4 wehrte Hewitt drei Breakbälle ab, den letzten mit Hilfe der Netzkante. Im Tie-Break patzte die Nummer zwei der Welt dreimal mit der Vorhand, war chancenlos. Im entscheidenden Durchgang schaffte der Australier sofort das Break zum 2:0. Federer gelang kaum noch etwas. Bei 2:4 wehrte er noch einen Breakball ab. Seine letzte Chance bekam er bei 4:5. Noch einmal hatte er selbst eine Breakchance. Das Publikum feuerte seinen Liebling an, wollte mehr von dem spannenden Match sehen. Doch Hewitt setzte die Bälle exakt auf die Linie – Einstand. Ein Schmetterball hinterher und nach 2:20 Stunden hatte er Matchball. Und dann, ja, dann griff noch einmal die Netzkante ein.
Mit dem Turnier insgesamt war Federer dennoch zufrieden. Vielleicht sei er am Ende auch etwas müde gewesen, nach vier Matches in vier Tagen, vermutete der Schweizer. Der Australier dagegen verspürte Erleichterung. Nach Zwei Hüft- und einer Knie-OP gehört er wieder zur Weltspitze. Den Sieg bei den 18. GERRY WEBER OPEN 2010 genoss er doppelt: „Roger ist einer jener Spieler, die du im Finale kaum schlagen kannst. Wie früher ein Pete Sampras. Umso schöner ist der Sieg.“ Beide Protagonisten haben versprochen, 2011 wieder zu kommen. Hewitt als Titelverteidiger und Federer in der neuen Rolle als Herausforderer. Denn Revanche wird er haben wollen. Allemal, weil ausgerechnet er es war, der Hewitt die GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen als fantastisches Turnier empfohlen hatte.
14.06.2010 - 10:57 Uhr |
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Encore une fois: Mansour Bahrami verzaubert alle... HalleWestfalen. Er kann's liegend, sitzend und im Purzelbaum. Vor dem Finale der GERRY WEBER OPEN verzauberte Monsieur Bahrami mit seinen Tenniskünsten das Publikum und „Gegner“ Younes El Aynaoui. John McEnroe nennt ihn ein Genie. Björn Borg nennt ihn eine Legende. Mansour Bahrami. Allein der Name lässt Tennis-Kenner schmunzeln und Augen leuchten. Denn der 54-jährige Iraner spielt wie sonst keiner. Er hat in seiner aktiven Karriere den ein oder anderen Spitzensportler mit seinem Schabernack und einzigartigem Ballgefühl auf dem Platz geärgert. Auch Boris Becker zitterte vor ihm. Zu einem Titel hat es nie gereicht. Aber in der Sportkomödie ist der Witzbold die ungeschlagene Nummer 1.

Der Marokkaner Younes El Aynaoui wagte es heute dem bekanntesten Tennis-Clown aller Zeiten gegenüber zu treten. Bereits sieben Mal stand er in HalleWestfalen auf dem Platz, noch nie wird er so viel gelacht haben. Doch auch Aynaoui ist kein unbeschriebenes Blatt und kann in seiner Karriere auf einige ungewöhnliche Errungenschaften zurück blicken. So schlug er in HalleWestfalen 2003 eigenmächtig zu einem zusätzlichen Satz gegen Christopher Korderisch auf, obwohl er das Match bereits 6:1, 6:2 klar gewonnen hatte. Nur um dem jungen Gegner noch etwas Spielpraxis mit auf den Weg zu geben. Dazu spielte er gegen Andy Roddick bei den Australian Open den längsten Entscheidungssatz der Geschichte. 19:21 unterlag er 2003 im Viertelfinale. Der 38jährige Spaßvogel kam heute ganz schön aus der Puste. Bahrami jagte ihn quer über den Platz, drehte Pirouetten oder lehrte ihn die Regeln des Tennis. „Drüber muss der Ball, übers Netz“, erinnerte er sein Gegenüber geduldig, wenn dessen Aufschlag im Netz endete. Doch die beiden machten nicht nur Späßchen, sie zeigten auch, dass sie richtig gut Tennis spielen können. Da flog die gelbe Filskugel plötzlich gut 20 Mal Volley über das Netz. „Encore une fois“, feuerte Bahrami seinen Gegenspieler an. „Noch einmal.“ 40 Wochen im Jahr veranstaltet Bahrami Showkämpfe. Aber auch er hat noch nicht alles gesehen. Als plötzlich eine Blaskapelle in das Stadion marschierte, um mit Jazzklängen die Lockerungsübungen der Tennisprofis zu untermalen, staunte er nicht schlecht. Nach gut einer Stunde köstlicher Unterhaltung, beendeten die Beiden das Spiel unter schallendem Gelächter und frenetischem Applaus.
14.06.2010 - 09:49 Uhr |
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GERRY WEBER OPEN-Fan-Special - Teil II... HalleWestfalen. Im zweiten Teil unseres GERRY WEBER OPEN-Fan-Specials beschäftigen wir uns mit dem Hawk-Eye, dem Falkenauge, welches erstmalig bei den GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich um ein computergestütztes System zur Ballverfolgung im Tennis. Ein gewisser Dr. Paul Hawkins hat dieses System im Jahre 2001 entwickelt, mit dem dank zahlreicher zusätzlicher Spezialkameras knifflige Spielsituationen dank 3D-Technik simuliert werden können. Von den Grand Slam-Turnieren weltweit ist das Hawk-Eye unterdessen nicht mehr wegzudenken. Von den Profis wird das Hawk-Eye allerdings nicht einstimmig angenommen. Allen voran Branchenprimus Roger Federer hat so seine Zweifel an dieser technischen Einrichtung. TENNISREDAKTION.de befragte Fans im Rahmen der GERRY WEBER OPEN zu diesem Thema.
Lukas (12) aus Soest sagt: „Ich finde das super! Voll die Spannung, wenn man auf den großen Bildschirm am Center-Court blickt. Die Bälle sind ja manchmal so knapp, das ist unglaublich!“ +++ Silke (28) aus Celle sagt: „Also ich finde diese Einrichtung super! Der Spannungsfaktor beim Publikum ist enorm, wenn die Spieler ‚challengen‘. Das bringt zusätzliche Würze in jede Partie!“ +++ Tim (33) aus Hannover sagt: „Also ich war selbst einmal Linienrichter und ich weiß, wie eng die Entscheidungen da oft ausfallen. Das Spiel wird immer schneller und vor allem auf Rasen musst du doch oft aus dem Bauch heraus entscheiden. Von daher ist das Hawk-Eye eine ideale Möglichkeit, um Klarheit in brenzlige Situationen zu bekommen. Irren ist schließlich menschlich, von daher ist dieses Kontrollorgan unbedingt zu befürworten!“ +++ Heinz (62) aus Olfen sagt: „Ich halte das Hawk-Eye für Tinnef und vermisse die leidenschaftlichen und hitzigen Diskussionen einiger Spieler mit dem Stuhl-Schiri. Emotionen sind bei den Spielern sowieso rar derzeit, nun wird dem Zuschauer auch das noch genommen. Tatsachenentscheidungen finde ich besser. Also: Weg mit dem Hawk-Eye!“ +++ Gernot (42) aus Lüdenscheid sagt: „Spannung pur – dank dem Hawk-Eye. Ich finde nur, die Zuschauer müssten da noch ein wenig mehr mitgehen. Dass Halle hier mal wieder Vorreiter hierzulande ist, wundert mich wenig, denn die Webers scheinen irgendwie auf allen Ebenen einen Tick schneller zu sein, als die Konkurrenz. Respekt!“ +++ Karl-Heinz aus Hagen sagt: „Bei den Profis heute geht es um so viel Geld, da ist das Hawk-Eye sicher bestens dazu geeignet, Sieg und Niederlage nicht vom menschlichen Auge abhängig zu machen. Die technische Kontrolle der zweifellos sehr guten Schieds- und Linienrichter ist daher in jedem Falle zu begrüßen.“
10.06.2010 - 16:04 Uhr |
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GERRY WEBER OPEN-Fan-Special - Teil I... HalleWestfalen. Keine Diskussion: Die GERRY WEBER OPEN im ostwestfälischen Halle sind das absolute Vorzeigeturnier, nicht nur deutschlandweit. TENNISREDAKTION.de hat sich aufgemacht und unter den Zuschauern Stimmen eingefangen, was den Besuch bei Deutschlands einzigem ATP-Rasentennisturnier so lohnenswert macht. Hier Teil eins unseres GERRY WEBER OPEN-Fan-Specials...
Jürgen (46) aus Köln sagt: „Ich komme seit Jahren mit meinem Tennisteam zu den GERRY WEBER OPEN und bin wie meine Mannschaftskollegen jedes Jahr aufs Neue begeistert vom Angebot abseits der Tennisplätze. Es ist wirklich erstaunlich, was sich die Macher hier in Halle immer wieder einfallen lassen. Gleichwohl interessiert mich natürlich das sportliche Geschehen mehr als das Drumherum, aber auch da befindet man sich ja seitens des Veranstalters auf Weltklasse-Niveau!“ +++ Cordula (22) aus Werne sagt: „Warum ich zu den GERRY WEBER OPEN komme? Natürlich wegen Roger Federer! Den bekommt man ja sonst nirgends zu sehen in Deutschland. Es ist echt der Wahnsinn, dass der Herr Weber nun auch noch einen Vertrag auf Lebenszeit mit ihm abgeschlossen hat. Da sieht man, dass die Organisatoren hier vor Ort um die Ecke denken. Lustig ist, dass meine beste Freundin in London lebt und ebenfalls ein ganz heißer Federer-Fan ist. Tja, wenn sie ihn nun kurz vor Wimbledon sehen möchte, wird sie mich wohl hier in Deutschland besuchen müssen, denn in Queens wird man vergeblich auf ihn warten!“ +++ Beate (51) aus Lünen sagt: „Mich fasziniert hier in Halle besonders, dass Herr Weber auf die so genannte deutsche Karte setzt. So viele deutsche Profis im Hauptfeld, das ist doch eher selten. Hinzu kommt, dass die deutschen Cracks auch allesamt immer sehr stark aufspielen, weil sie sich offenbar geschätzt und wohlfühlen. Natürlich kommen wir auch, um den weltbesten Spieler zu bewundern: Roger Federer! Wir kommen jedes Jahr gerne wieder.“ +++ Bernd (26) aus Dortmund sagt: „Ein sehr starkes Teilnehmerfeld, ein einzigartiges Stadion, ein wunderbares Rahmenprogramm abseits des Center-Courts und den besten Tennisspieler aller Zeiten – was will man mehr? Noch dazu alles direkt vor der Haustür in Ostwestfalen! Der westfälische Tennis-Verband kann sich glücklich schätzen, einen solchen Event in seinem Verbandsgebiet zu wissen. Wir kommen mit unserer Jugendabteilung jedes Jahr aufs Neue hier nach Halle, die Kids genießen es, die Stars hautnah erleben zu dürfen.“ +++ Angela (58) aus Düsseldorf sagt: „Es ist die einzigartige Atmosphäre hier in Halle, die mich jedes Jahr begeistert. Sofort wenn man das Turniergelände betritt ist man von den unzähligen Ständen fasziniert. Man weiß überhaupt nicht, wo man zuerst hingehen soll. Es gibt nicht nur die üblichen Verzehrstände, sondern auch etliche Sportstände, wie z.B. Dunlop, wo man sich über das neuste Equipment informieren kann. Somit ist schon der Gang um das Stadion herum ein großes Erlebnis. Wenn man nun noch das Weltklassetennis, das hier gezeigt wird, mit einbezieht sind, werden die GERRY WEBER OPN einfach zu einem einzigartigen Ereignis.“ +++ Herbert (62) aus Bielefeld sagt: „Für mich und meine Frau ist die Fahrt nach Halle zu den GERRY WEBER OPEN jedes Jahr Pflicht! Besseres Tennis bekommt man nirgendwo in Deutschland geboten. Einziger Nachteil der ganzen Angelegenheit: Meine Frau, die leider kein Tennis spielt, kleidet sich hier jedes Jahr GERRY WEBER-technisch neu ein. Da sie hier keinen Kleiderständer links liegen lässt, wird der an sich preisgünstige Besuch bei den GERRY WEBER OPEN für mich jedes Jahr zu einem finanziellen Drahtseilakt. Aber wir wollen ja beide etwas davon haben…“ +++ Mareike (18) aus Willingen sagt: „Hier in Halle gibt es immer etwas zu erleben. Da ich sowohl Musik- als auch Tennisbegeistert bin, befinde ich mich hier genau am richtigen Ort. Es gibt so viele gute Bands und Interpreten, die hierher kommen. So freue ich mich dieses Jahr ganz besonders auf die Band Stanfour. Aber natürlich werde ich zuvor die Tennisspieler angefeuert haben – das ist doch klar…“
10.06.2010 - 14:57 Uhr |
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GWO: Player’s Party im Bielefelder Elephant Club... HalleWestfalen. Ob Prominente, Sponsoren oder Partygast, sie alle verließen die Player’s Party der 18. GERRY WEBER OPEN erst, als der neue Tag schon anbrach. Gefeiert wird der gesellschaftliche Höhepunkt des Haller Rasenevents traditionell im schicken Bielefelder Tanztempel >Elephant Club<. Doch im Mittelpunkt stehen selbstverständlich die Spieler und dabei ließen es sich auch die deutschen Davis Cup-Spieler nicht nehmen, gut gelaunt zu fetziger Musik, dem Partytrubel einen Besuch abzustatten.
Ein unvergessliches Erlebnis für die deutschen Davis Cup-Spieler war die Player’s Party im Bielefelder Elephant Club. Viel Freude beim gesellschaftlichen Höhepunkt hatten (von links) Philipp Kohlschreiber mit Freundin Lena, Christopher Kas sowie der niederländische Tennisprofi Thiemo de Bakker.
Mehr als 1.000 erlebnishungrige Besucher und etliche Tennisprofis machten die Nacht zum Tag in dem angesagten Bielefelder Club. „Die Player’s Party gehört zu unseren Veranstaltungs-Highlights bei den Gerry Weber Open. Sie gehört einfach zum Turnier und die zahlreich erschienen Besucher haben uns einmal mehr bewiesen, dass wir mit solch einer Location im edlen Ambiente richtig liegen. Zudem erfreuen sich die Gäste an dem Smalltalk mit den Spielern“, so Turnierdirektor Ralf Weber (46), der Spieler, Prominente und Partygäste auf der Player’s Party willkommen hieß.
09.06.2010 - 11:13 Uhr |
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Beflügelt: Nicolas Kiefers toller Auftritt... HalleWestfalen. Kiefers toller Auftritt: „Ein ganz wichtiger Erfolg. Das macht das Leben einfacher“ – 4:6, 6:1, 7:5 gegen Mikhail Youzhny - Rasenspezialist findet bei seinem „Heimspiel“ zu gewohnter Stärke zurück – „Will noch mehr Selbstbewusstsein tanken“ – Deutsche trumpfen wieder bei den GERRY WEBER OPEN auf HalleWestfalen. Der langgezogene Aufschrei der Erlösung war wahrscheinlich noch in der Innenstadt von Halle zu hören, das „Jaaaaahhh“ von Nicolas Kiefer nach seinem ebenso überraschenden wie wohlverdienten 4:6, 6:1, 7:5-Sieg gegen den Weltranglisten-Vierzehnten Mikhail Youzhny bei den GERRY WEBER OPEN. „Das ist ein ganz wichtiger Erfolg. Das macht das Leben wieder einfacher“, sagte der 33-jährige Hannoveraner, der nach einer langwierigen Leistenverletzung wieder Anschluss an die Spitzenpositionen finden will. Momentan liegt Kiefer in den Tennis-Charts auf Platz 181.

Gerade in der umkämpften Endphase des Matches zeigte Kiefer starke Nerven, holte im entscheidenden Moment das 6:5-Break im dritten Satz und machte dann den Triumph mit dem letzten Aufschlagspiel perfekt – trotz zwei Breakbällen des unverdrossenen Russen. „So toll in ein Turnier zu starten, macht mich schon stolz“, sagte Kiefer hinterher, „aber ich darf mich nicht ausruhen nach diesem Sieg. Ich will schließlich noch ein bisschen länger hierbleiben.“ Für Kiefer war es der zweite Glücksmoment in den letzten 24 Stunden. Am Montagabend hatte nämlich schon der All England Lawn Tennis Club mitgeteilt, dass der deutsche Routinier eine Wild Card für das am übernächsten Montag, 21. Juni, beginnende Wimbledon-Turnier erhalten werde. „Das ist natürlich eine tolle Nachricht gewesen, die mir auch Rückenwind gegeben hat“, sagte Kiefer. Schon 1997 hatte Kiefer als Teenager einmal das Viertelfinale auf dem Heiligen Rasen an der Church Road erreicht. Auch in Halle startete Kiefer mit einer Wild Card in das Turnier, das er als „Heim-Spiel auf der Tennistour“ bezeichnet – und rechtfertigte mit seinem Auftritt klar und deutlich den Vertrauensvorschuss: „Halle ist schon etwas ganz Besonderes für mich, kein Turnier wie jedes andere“, sagte Kiefer. 1999 hatte er hier auch den ersten Rasentitel seiner Karriere geholt. Kiefers begeistert gefeierter Sieg fügte sich ins bisher fast makellose Bild der deutschen Profis, die wieder einmal in ihrer Wohlfühlzone in Ostwestfalen erfolgreich zum großen Schlag auf den Courts ausholten. Mit Dominik Meffert, Philipp Petzschner, Andreas Beck, Mischa Zverev und Nicolas Kiefer hatten sich bis zum Dienstagnachmittag bereits fünf deutsche Profis für die zweite Runde qualifiziert – Beck, Zverev und Kiefer passender Weise am >German Players Day<. Weitere Chancen zum Achtelfinaleinzug hatten im Lauf des Tages noch Benjamin Becker und Philipp Kohlschreiber. Schon im letzten Jahr hatte das Turnier eine ganz besondere deutsche Note gehabt, damals waren acht deutsche Spieler ins Achtelfinale und fünf ins Viertelfinale eingezogen. Die Einstellung der ewigen Bestmarke – sechs Deutsche in einem Tour-Viertelfinale – war nur um Haaresbreite verpasst worden. Unfreiwillig ausgerechnet durch Nicolas Kiefer, der wegen einer Bauchmuskelzerrung gegen Jürgen Melzer (Österreich) sein Achtelfinalmatch aufgeben musste.
09.06.2010 - 10:00 Uhr |
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